Deutsche trinken immer weniger Bier

Deutsche trinken immer weniger Bier

Bereits seit drei Jahrzehnten sinkt der deutsche Bierkonsum stetig. Nach Angaben des Deutscher Brauer-Bundes verringert sich die Biernachfrage in jedem Jahr um gut ein bis zwei Prozentpunkte. Aktuell erhoffen sich die Bierbrauereien eine leichte Entlastung durch die Frauen-Fußball WM. Allerdings ändert auch eine kleine Atempause wenig an der Tatsache, dass sich die Bierbranche in einer Krise befindet.

Zwei Hauptprobleme können ausgemacht werden

Der Deutsche Brauer-Bund macht vor allem zwei Entwicklungen für den rückläufigen Bierkonsum verantwortlich. Zum einen altere die Gesellschaft immer stärker. Die Älteren, die in den kommenden Jahren zahlenmäßig weiter zulegen werden, trinken weniger Bier und gehen selten in die Kneipe. Die Jungen konsumieren hingegen eher alkoholfreie und Mischgetränke. Der Umgang mit Bier habe sich geändert, gibt der Brauer-Bund an. Der Abwärtstrend werde sich in den kommenden Jahren weiter vollziehen. Nach Ansicht von Franz Weihrauch, Sprecher der Krombacher-Brauerei, werden auch die Fußball WM der Frauen und das gute Sommerwetter wenig an dem Trend ändern.

Im europäischen Vergleich nicht so schlecht

Blickt man allerdings über die deutsche Grenze hinaus fällt eines besonders deutlich auf: Die Deutschen konsumieren im Vergleich zu den europäischen Nachbarn immer noch mit am meisten Bier. Lediglich die Tschechen hatten im Jahr 2009 einen höheren Bierkonsum. An dritter Stelle lag Österreich. Vergleicht man den deutschen Pro-Kopf-Bierkonsum mit dem der Schweizer wird der Unterschied deutlich: der Bierkonsum der Deutschen liegt gemessen am Pro-Kopf-Verbrauch um 50 Prozent über dem der Schweizer.



Redaktion Brauen.de: Holger Norman


Nachricht vom 17.06.2011