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Radeberger übt Kritik am Preiskampf

Absatzrückgang
Auch Deutschlands größte Brauereigruppe Radeberger musste in den letzten Jahren einen Absatzrückgang verzeichnen. Allein im vergangenen Jahr sank der Absatz um 2 Prozent auf 13,1 Millionen Hektoliter, teilte das Unternehmen mit. Der Rückgang auf dem kompletten Markt betrug drei Prozent. Radeberger teilte mit, dass der Umsatz trotz allem um zwei Prozent auf 1,6 Milliarden Euro gestiegen sei. Die höherpreisigen Biere (Jever, Ur-Krostitzer) und das Mineralwasser hätten die Verluste bei den Konsumbieren aufgefangen. Einbußen wurden auch beim Flaggschiff Radeberger, der Weizen-Marke Schöfferhofer und der erst neu erworbenen Bio-Limonade „Bionade“ verzeichnet.
Preiskampf sinnlos
Albert Christmann, Chef von Radeberger, kritisierte den ruinösen Preiskrieg auf dem extrem angespannten Biermarkt. Radeberger habe sich aber nicht daran beteiligt. "Bier ist 2010 in Deutschland zu unfassbaren, vor zwei oder drei Jahren undenkbaren Preisen regelrecht verramscht worden. Das hat manchem Markenhersteller wehgetan, das hat Marge gekostet und vor allem mühsam aufgebaute Markenwerte mit einem Federstrich infrage gestellt." Dabei habe die Preisschlacht am Ende keinen höheren Absatz bewirkt, erklärte Christmann.
So werde Radeberger auch 2011 Marge vor Menge stellen, so der Brauer. Trotz der explodierenden Preise für Rohstoffe wie Getreide, werde die Preisschlacht wohl weiter gehen. Dank ebenfalls steigenden Kosten für Energie, Glas, Kronkorken und Papier wird die Preiserhöhungen uns in diesem Jahr wohl weiter begleiten.
Redaktion Brauen.de: Peter Stein
Nachricht vom 14.01.2011



