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Besitzerwechsel bei Feldschlößchen

Dresden - Nach langen Verhandlungen wurde die Feldschlößchen-Brauerei verkauft. Die Frankfurter Brauhaus GmbH erwarb sie vom bisherigen dänischen Besitzer Carlsberg, der sich auf seine großen Marken konzentrieren möchte. Die größte Brauerei Brandenburgs braute bislang vor allem Pils für Discount-Supermärkte.
Typisches Ostprodukt
Die beiden neuen Chefs Gärtner und Uhlmann sind Ostdeutsche und werben auch damit. Sie hätten die Aktien vor allem wegen der Marke Feldschlößchen gekauft und wollen das Bier wieder zu einem typischen Ostprodukt machen, zu „Spreewaldgurke des Bieres“. Die Arbeitsplätze der 172 Mitarbeiter seien dank der Übernahme sicherer, erklärte Gärtner. Betriebsrat Dieter Hentschel hat nun auch Hoffnung, dass das Werk in Dresden wieder stärker ausgelastet wird.
Pläne für Dresden
Die Frankfurter Unternehmer wollen zum einen Feldschlößchen in Dresden mit viel „Emotionalität“ wieder beliebter machen und zum anderen Aufträge von Großkunden beschaffen. Dazu wolle man weiterhin mit dem „Pichelmännel“ Werbung machen und nach wie vor unter anderem das Stadtfest unterstützen. Der Preis pro Kasten bleibt mit 9,99 Euro in diesem Jahr auch weiterhin stabil. Die Marken Coschützer, Felsenkeller und Schwarzer Steiger soll es weiter geben. Mit ihren Brauereien in Frankfurt und Frankreich beliefern sie schon jetzt fast alle Discount-Ketten mit Bier mit deren Wunsch-Namen. Gemeinsam mit der Dresdner Brauerei können sie nun sieben Millionen Hektoliter Bier jährlich herstellen.
Für den Export sollen künftig Einwegflaschen gefüllt werden, obwohl der Dresdner Standort bislang auf Mehrweg setzte. Im Frankfurter Brauhaus füllen die Besitzer bereits in Plasteflaschen und Dosen ab. Eine Dosenabfüllung würde wieder aufgebaut, wenn es der Markt erfordere, so Uhlmann.
Redaktion Brauen.de: Axel Meissner
Nachricht vom 06.01.2010



