Kölsch kommt bei der Jugend nicht gut an

Kölsch kommt bei der Jugend nicht gut an
Es sieht nicht gut aus für das Kölsch – bei der Jugend kommt das Bier nicht gut an, um nicht zu sagen, es sieht ganz schön alt aus. Schon seit Jahren sinkt der der Anteil im Handeln. Georg Schäfer, Geschäftsführer der Kölner Verbund Brauereien, klagt darüber, dass schon über die Hälfte an Fremdbieren verkauft würden. Die Kölner Brauer könnten bei den Preisen kaum konkurrieren. Schäfer: „Ein Fernsehbier ist immer im Angebot.“

Jugend trinkt fremd


Gerade die Jugend trinkt lieber andere Biere: egal ob norddeutsches oder niederländisches Pils, Biere aus Mexiko oder den USA, im Sommer das Weizen und die vielen hippen Biermix-Getränke mit allen möglichen Geschmacksrichtungen. Da haben es die Kölsch-Brauer nicht leicht. Auch der Brauerei-Verband NRW bestätigt diesen Trend. Obendrein sei der generelle Bierverbrauch seit 1975 mit 147,8 Liter pro Kopf auf aktuelle 110 Liter gesunken. Da hilft offenbar auch kein Lokalpatriotismus und kein Verweis auf die Tradition, klagt der Verbund-Chef.

Neues Produkt


So haben sich die Kölner Brauereien für ein neues Produkt entschieden. Die Marke Sion präsentiert sich in der Designer-Flasche mit 0,5 Liter Inhalt, einem modernen Erscheinungsbild mit eingebranntem Etikett und einem Köln-Panorama. „Drei Millionen Flaschen für den ersten Schwung haben wir geordert“, so Verbund-Geschäftsführer Guido Bauer. Ab April kann sie dann jeder im Laden erwerben. Gerade für den Einzelverkauf, soll es später noch eine schlankere 0,25 Liter fassende Flasche aus Klarglas geben. Übrigens: der Verbund nennt sich jetzt „Haus Kölscher Brautradition“.

Redaktion Brauen.de: Wilhelm Meyer


Nachricht vom 08.12.2010