Produktion von Braugold in Erfurt eingestellt

Produktion von Braugold in Erfurt eingestellt
Erfurt – Die Traditionsbrauerei Braugold, stellt nach 122-jähriger Brauerei in Erfurt, seine dortige Produktion ein. Bereits in den vergangenen Jahren war die Biermarke immer wieder wegen wirtschaftlicher Probleme in die Schlagzeilen geraten. Nun scheitert man an den Investitionskosten.
Die inzwischen behobenen Qualitätsprobleme bis 2008, schadeten dem Unternehmen nachhaltig. Hinzu kam der Investitionsstau. Nachdem nun auch noch das Kühlhaus der Erfurter Brauerei den Geist aufgegeben hat, summieren sich die Kosten mit denen für die Reparatur der Abfüllanlage auf 2,1 Millionen Euro. Auch die Energiekosten für das alte Brauhaus, welches sich in einem katastrophalen energetischen Zustand befindet, schnellten nur noch in die Höhe. In Hinblick auf die verfallenden Bierpreise und die sinkende Nachfrage, sagt Thorsten Petring von der Geschäftsleitung: "Kurz, es rechnet sich alles nicht mehr." Schon der am 4. Oktober auslaufende Vertrag von Lars Schütze als Geschäftsführer wurde nicht verlängert.


Produktion in Braunschweig



Bislang wurde das in Erfurt gebraute Bier zum Abfüllen ins sächsische Hartmannsdorf gebracht. Nun wird die Produktion ganz eingestellt. In Erfurt wird nur noch die Grundwürze für die sieben verschiedenen Braugold-Biersorten hergestellt. In Braunschweig erfolgt dann der eigentliche Brauvorgang und das Abfüllen in Flaschen, bestätigt Petring. Die Flaschen werden dann wieder nach Erfurt gebracht. Für die in großen Mengen vorproduzierte Fassware habe man derzeit noch keine Lösung gefunden.


Den sieben verbliebenen Mitarbeitern wurden Arbeitsplätze in Waldhoff in Thörey bzw. in der Oettinger Brauerei in Gotha angeboten. Zwei bis drei Mitarbeiter bleiben vorerst für die Grundwürze-Produktion in der Brauerei. Die Verwaltung umfasst noch fünf Angestellte.


Weiternutzung der Brauerei angedacht


Unterdessen hat der Besitzer der alten Brauerei, Olaf Waldhoff aus Thörey, an einem Konzept für die weitere Nutzung der Brauerei in der Schillerstraße getüftelt. Man denke vorerst über eine Gasthaus-Brauerei auf der Sudhaus-Seite nach, die ab Sommer 2011 beginnen könnte. Petring betont aber, dass es sich dabei nur um eine Zwischenlösung handelt. Die Braugold-Produkte sollen aber auch weiterhin im Handel erhältlich sein. Sollte der Absatz in der Region nicht einbrechen, würde man auch weiterhin seinen Sponsorenverpflichtungen nachkommen, unterstrich Petring. "Wenn wir in der Region unsere Ware absetzen, soll die Region auch etwas davon haben".

Redaktion Brauen.de: Erika Mettmann


Nachricht vom 23.11.2010