Museum zeigt, wie Kelten feierten

Museum zeigt, wie Kelten feierten
Der Schrift waren die Kelten nicht mächtig. Bildern aber schon. Und auch der Kunst, zu feiern. Und so finden sich im Frankfurter Archäologischen Museum nun vor allem Bilder, welche zeigen, was die Kelten unter sinnenfroher Feierkultur verstanden. Zur Ausstellung steuerten Österreich und die Schweiz wertvolle Stücke bei.

Eimerweise Bier und Wein – auch im Grab


Entweder hatten die Kelten am Feiern den meisten Spaß oder sie haben kaum etwas anderes getan. Denn es gibt fast nur Überlieferungen der Kelten, die sie bei Feiergelagen zeigen. Eingeritzt und eingeprägt in Wände, bronzene Eimer und Töpfe. Bis heute können ganze Bilderwelten über das Leben in Europa vor 2500 Jahren erzählen. Und offenbar gab es in der Zeit Bier und Wein eimerweise. Das bezeugen auch die Grabbeigaben. „Halb liegend, halb sitzend“ beschreibt die neue Ausstellung im Archäologischen Museum die Art, wie die Leute sich damals volllaufen ließen. Kelten wie Etrusker. In den Bildern zeigt sich eine „hochstilisierte, sinnenfreudige Adelskultur“. Die Keltenfürsten wurden beim Begräbnis mit einer Situla, also einem Eimer beigesetzt, der 20 Liter Bier fassen konnte.

Redaktion Brauen.de: Dennis Hedriks


Nachricht vom 01.11.2010