Industriell hergestelltes Bier wird teurer

Industriell hergestelltes Bier wird teurer
Bedingt durch die miese Getreideernte in Deutschland, werden demnächst viele Getreideprodukte für den Verbraucher teurer. Aufgrund der Ernte von durchschnittlich zwölf Prozent weniger als im Vorjahr, wird vom Preisanstieg auch der Preis von Brot und Bier betroffen sein. Der Getreideexperte des Deutschen Bauernverbandes (DBV) deklarierte die Ernte 2010 zur „Verlust- und Zitterpartie“.  Während der Getreideverbrauch steigt, bricht die Getreideauslese weiter ein.

Jahrhundertsommer und Wechselwetter vernichten Ernte


Durch einen extrem kalten und langandauernden Winter, in Verbindung mit der Hitzewelle im Juni und Juli und dem anschließenden Dauerregen im August, hat die Ernte es 2010 mehr als schwierig gehabt, so Getreideexperte Kiem. Das Getreide reifte im Zuge der Hitzewelle zu früh, und wurde anschließend im August auf den Feldern wieder überschwemmt. Darunter litt nicht nur die Quantität der Getreideernte, sondern auch die Qualität des Getreides gleichermaßen.

Bierpreisanstieg durch schlechte Ernte fast besiegelt


Der Sprecher des Deutschen Brauer Bundes, Marc-Oliver Huhnholz, rechne mit einem Einbruch der Braugersten-Ernte um über 25 Prozent.  Dabei dürfe auch nicht außer Acht gelassen werden, dass Brauereien unter Umständen sowieso schon über Preisanstiege nachdenken, um gestiegene Energie-, Personal- und Logistikkosten zu kompensieren.

Davon momentan wenig betroffen sind unsere Selberbrau-Utensilien im Shop. Vielleicht ist ja demnächst nicht nur schmackhafter, sondern auch wesentlich billiger eigenes Bier zu brauen.


Redaktion Brauen.de: Wilhelm Meyer


Nachricht vom 27.08.2010
 
 
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