Braugerste wird Mangelware

Braugerste wird Mangelware
Braugerste ist Mecklenburg-Vorpommern fast gänzlich von den Anbaufeldern der Bauern verschwunden. Im vergangenen Jahr wuchs die Braugerste, welche als besonders anspruchsvolle Kultur gilt, lediglich auf 0,7 Prozent der verfügbaren Agrarfläche. Deshalb muss die Malzfabrik im Rockstocker Seehafen für ihren Rohstoff überwiegend aus Dänemark importieren. Nur noch etwa 40 Agrarbetriebe im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern bauen die Braugerste an.

Braugerste sollte attraktiver werden

Die Braugerste wird oftmals als das „Gemüse im Getreideanbau“ bezeichnet. Die Feldfrucht ist besonders witterungsabhängig, verlangt besonderes Können  und bedeutet für den Bauern einen größeren Aufwand. Um mit dieser Gerste Bier brauen zu können, muss sie sehr eiweißarm sein. Allerdings steigt der Eiweißanteil im Frühsommer durch Wärme und Trockenheit rasch an, wodurch die Braugerste dann nur noch als Futtergerste Verwendung finden kann. Dennoch ist die Braugerste eine kostengünstige Kultur, was auf den geringen Bedarf an Stickstoffdünger zu erklären ist. Somit ist dieses Korn auch gut für die Umweltbilanz.

Redaktion Brauen.de: Dennis Hedriks


Nachricht vom 17.05.2010